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14. Februar 2018
Monika Silber

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Valentin, der Wassertropfen

Heute beginnt die letzte große Etappe unserer Wassertropfen in das große Weltmeer.

Egon der Wassertropfen hat auf seinem Weg vom großen Gebirge in den reißenden Fluss nun einiges gesehen und gehört. Heute begegnet er dem Wassertropfen Valentin, der auch schon alle Gewässer durchschwommen hat.

Valentin begegnete auf seinem Weg Tropfen, die fröhlich dahinplätscherten, Tropfen, die schwere Last trugen, Tropfen, die in Becken gefangen waren und viele mehr. Es waren auch Tropfen dabei, die schon öfter vom Himmel gefallen sind, immer mit der Neugierde in sich, neue Abenteuer zu bestehen. Somit ergab für Egon alles einen Sinn. Jeder Tropfen möchte Abenteuer aller Art erleben und diese dann mitnehmen in das große Weltenmeer, wo alle Geschichten gesammelt werden. Valentin hat auf seinem langen Weg gelernt, alle anderen Tropfen so anzunehmen, wie sie sind.

Alle tragen mit ihren Erfahrungen dazu bei, das Weltenmeer zu füllen. In diesem Weltenmeer können sie sich gegenseitig inspirieren und sich auf die nächste große Reise vorbereiten. Wer von ihnen mal eine Pause braucht, begibt sich in das Eismeer und bleibt mal eine Weile als Eisscholle sitzen. Die anderen, neugierigen Tropfen verdunsten einfach und steigen wieder auf, um sich in einer Wolke zu neuen Abenteuer aufzumachen.

Wie ist das bei uns Menschen?

Sind wir bereit, unser Herz für die Erfahrungen unserer Brüder und Schwestern zu öffnen? Jeder ist einzigartig in seinen Erfahrungen. Wir wissen nicht immer, warum ein Mensch so ist wie er ist, denn wir kennen nicht seinen Weg, den er beschritten hat. Wir können lernen, unseren Mitmenschen im Mitgefühl zu begegnen. Wer weiß. vielleicht werden wir diesen Weg auch mal gehen dürfen bei unserem nächsten Zyklus. 20160628_210613

Eines haben alle Tropfen gemeinsam, sie gehen gemeinsam ihren ganz eigenen Weg. Wie schwach ist ein Fluss mit nur einem Tropfen; wie stark, wenn sich viele zusammenschließen?

Egon und Valentin sind nun im Weltenmeer angekommen und freuen sich schon auf das nächste Abenteuer.

Hier geht es zu den vorherigen Geschichten von Egon, unserem Wassertropfen:

Teil 1:

https://monika-silber.com/2018/01/30/ein-wassertropfen-namens-egon/

Teil 2:

https://monika-silber.com/2018/02/04/egon-der-wassertropfen-teil-2/

4. Februar 2018
Monika Silber

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Egon, der Wassertropfen – Teil 2

Nun geht die Geschichte von Egon dem Wassertropfen weiter. Die beiden Flüsse fließen zusammen und werden ein gemeinsamer großer Fluss. Immer noch herrscht der Unfrieden über die unterschiedlichen Erfahrungen auf ihrem Weg.

Jetzt kommt ein Fluss mit neuen Tropfen hinzu, die wieder ganz andere Erfahrungen auf ihren Wegen gemacht haben. Egon hört zu. Die Tropfen aus diesem Fluss waren auch in einem Gebirge vom Himmel gefallen und haben sich dann vereint, um ihren Weg zusammen fortzusetzen. Auch sie flossen vorbei an Wäldern, Wiesen und Felder. Auf ihrem Weg waren jedoch auch die großen Städte, die ihre Abwasser in den Flusslauf gaben. Ja, es war auch laut und gefährlich und dennoch ließen sich die Tropfen nicht beirren. Sie haben die Erinnerung an ihre Quelle nie verloren.

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Wie reagierten die Tropfen auf den Zulauf der verunreinigten Tropfen? Ganz einfach. Sie gaben ihnen die Erinnerung an die Quelle weiter. Schaut, auch ihr ward von der Quelle gekommen, ihr ward von glänzender Reinheit und voller Vertrauen, erinnert euch. Es war nur eine Erfahrung auf eurem Weg zu euch gekommen, die euch verblassen ließ und dennoch ist euer Kern rein geblieben, erinnert euch. Die Erinnerung an die Quelle ist noch in euch. Sie redeten so lange mit den verunreinigten Tropfen, dass diese auf einmal anfingen zu leuchten.

Wie ist das bei uns Menschen? Auch wir waren von absoluter Reinheit, als wir geboren wurden, voller Vertrauen und Zuversicht. Im Laufe unseres Lebens machten wir verschiedene Erfahrungen. Manche waren hart und haben unser Innerstes erschüttert. Trübe Gedanken über die Welt haben unseren Geist verunreinigt und unsere Sicht vernebelt. Wir haben angefangen an Fehler zu glauben und reduzierten damit unser Dasein. Wie wichtig ist es, dass wir Menschen um uns haben, die uns wieder an unsere Quelle erinnern. Menschen, die unser Leuchten verstärken, die uns nicht verurteilen und nur auf unsere angeblichen Fehler schauen. Nein, Menschen, die uns Mut schenken, die uns vertrauen, die uns halten, die uns stärken, die uns an unsere schönen Seiten erinnern. Jeder Mensch hat etwas ganz besonderes, das er der Welt schenken darf.

Egon ist ganz berührt von den Erfahrungen aus diesem Fluss.

Die Geschichte von Egon ist hier noch nicht beendet, denn er ist auf der Reise in das große Weltmeer.IMG_20161120_245414945

Hier geht es zum ersten Teil von Egons Geschichte:

https://monika-silber.com/2018/01/30/ein-wassertropfen-namens-egon/

30. Januar 2018
Monika Silber

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Ein Wassertropfen namens Egon

Egon ist ein kleiner Wassertropfen, der in einer dicken Wolke über der Erde schwebt. Fasziniert schaut er von oben, was sich alles auf dieser Erde befindet. Wunderschöne Wälder, lebhafte Städte, trockene Wüsten und saftige Wiesen. Er folgt seinem Impuls und fällt aus großer Höhe dort hin, bei dessen Anblick sein Herz höher schlug.

Er fiel nieder auf die Hänge eines wundervollen Gebirges und dachte, ja, da ist mein Platz, hier möchte ich wirken.

So  versickerte Egon im Boden, um dann als Teil einer Quelle wieder ans Tageslicht zu gelangen. Von der Quelle fließt der Tropfen Egon begeistert weiter in den nächsten Fluss und viele andere Tropfen begleiten ihn. Sie fließen vorbei an Wäldern, Feldern und Dörfern und sammeln viele Eindrücke und Erfahrungen. Sie erfahren die Welt als wunderschön und genießen ihr Dasein.

Nach langer Zeit,  fließen sie mit einem anderen Fluss zusammen, in dem sich auch ganz viele Tropfen gesammelt haben. Egon aus dem einen Fluss erzählt ganz begeistert den  Tropfen aus dem anderen Fluss von seinen Erfahrungen aus dem Gebirge, den Wäldern, Dörfer und Tälern. Diese verstehen ihn jedoch nicht, da sie ganz andere Erfahrungen auf ihrer Reise durch die Welt gemacht haben. Sie erwidern, nein, so sieht die Welt nicht aus. Die Welt, durch die wir geflossen sind, ist laut und in den Städten, durch die wir geflossen sind, wurden wir verunreinigt mit giftigen Substanzen. Dann wurden wir gestoppt durch eine große Mauer, die die Menschen Staumauer nannten. Ja, unser natürlicher Flusslauf wurde auch verändert, sie nannten es Flussbegradigung. Nein, die Welt ist gefährlich. Alle Tropfen aus den beiden Flüssen möchten die anderen von ihrer Sicht auf die Welt überzeugen.

Ist das nicht auch so bei uns Menschen? Möchten wir nicht auch immer wieder die anderen von unserer Weltsicht überzeugen?

Wie wäre es denn, wenn wir einander interessiert zuhören würden? Jeder erzählt von seinen Erfahrungen und so könnten wir einander lernen und  viel mehr von der Welt erfahren, wie sie wirklich ist.

Die Geschichte von Egon ist hier noch nicht beendet, denn er ist auf der Reise in das große Weltmeer.

Fortsetzung folgt…

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25. Januar 2018
Monika Silber

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Wut – Kraft

Wie wäre es denn, wenn wir die Wut nicht mehr als negative Emotion benennen, sondern uns auf ihre Urform besinnen? In Wut steckt eine große Kraft. Wenn wir uns ausrichten und sagen: „Da ist eine enorme Kraft in mir, die genutzt werden will!“, dann können wir diese Kraft für Dinge einsetzen, die wir positiv verändern möchten. Die Bezeichnung als Wut oder Zorn machen uns oft ohnmächtig und wir schlagen um uns in zerstörerischer Form in Gedanken, Worten und Taten. Wir könnten diese Kraft auch anders nutzen.

Wenn Kraft hoch kocht, dann ist das ein Zeichen, dass wir etwas verändern möchten. Bevor wir unüberlegt denken, sprechen und handeln, könnten wir erst mal innehalten und atmen und uns fragen, wie hätte ich es denn gerne? Wenn wir dieses dann ganz klar haben, dann können wir in den kreativen Ausdruck und Umsetzung der Kraft gehen.

Klarheit bringt Ruhe und in der Ruhe liegt die Kraft.cimg1286

9. Januar 2018
Monika Silber

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Mensch, du bist der Tropfen

Ich stelle mir gerade vor, dass wir wie Regentropfen aus dem Himmel gefallen sind. Der eine Tropfen fiel in den Regenwald und der andere Tropfen fiel in der Wüste nieder. Was werden wohl diese Regentropfen denken?

Der Tropfen im Regenwald denkt vielleicht, oh, da mach ich mit. So viele Regentropfen erzeugen dieses wundervolle Grün oder er denkt, puh, da sind so viele, die so etwas Schönes erschaffen haben. Da braucht es mich nicht, ich verdunste mal lieber.

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Der andere Regentropfen in der Wüste denkt vielleicht, oh, da ist es so öde und so viel Platz, da kann ich wirken und einen wundervollen Baum entstehen lassen. Oder er denkt, puh, das hat ja doch keinen Zweck, da ist nur Sand, da kann ich nichts erschaffen und er verdunstet gleich an der Oberfläche.

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So Mensch, erinnere dich, welcher Tropfen wolltest du sein, als du vom Himmel kamst? Einer der nährt oder einer der sich lieber verdunstet.

24. Dezember 2017
Monika Silber

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Es werde Licht

Jetzt beginnt Weihnachten. Dieses Fest wird schon viele Jahre gefeiert. Wir laden unsere Liebsten ein zu einem wundervollen Essen; wir beschenken uns; wir verbringen Zeit mit unseren Freunden; wir sind einfach anders in dieser Zeit. Warum? Ist es unsere Sehnsucht nach Frieden, nach Ruhe, nach wertvoll verbrachter Zeit, nach Liebe?

Wie wäre es denn, wenn wir diese Geschenke an uns öfters in unser Leben bringen würden? Warum brauchen wir immer wieder diese Festtage, damit wir uns daran erinnern, was uns wichtig ist?

Ich möchte aus Weihnachten Weihtage entstehen lassen. Tage, an denen ich meine Zeit für die vielen Freuden im Leben geben möchte. Tage, an denen ich Freude auch dahin bringe, wo es noch dunkel ist. So wie bei Dornröschen. Da wurde die 13. Fee nicht zum Geburtsfest geladen und sie wäre auch so gerne dabei gewesen.

Mensch, mach es wie die Sonne. Sie wertet nicht. Sie scheint auf alles und lockt mit ihren Strahlen und ihrer Wärme alles aus der Erde hervor, was sich zeigen möchte.

Es werde Licht und es ward Licht

Danke, für euer Sein und habt eine fröhliche Zeit

Es grüßt euch aus dem Odenwald

Monika Josefine Silber

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1. Dezember 2017
Monika Silber

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Mensch, sei dein Original

Es ist immer wieder interessant für mich, meinen Kirschbaum zu betrachten.

Alle Blätter sind schon vom Baum geweht und jetzt können wir auch schon die Knospen sehen. Die Knospe hat alles in sich, um im Frühjahr zur Blüte zu werden und im Sommer zur Kirsche zu reifen. Wie wundervoll.

Im Winter bleibt die Knospe ganz geschlossen. Es ist so, als ob sie ganz in sich selbst versinkt. Sie schaut nicht nach dem Apfelbaum um so zu werden wie er. Auch schaut sie nicht auf das vergangene Jahr zurück als noch Kirschen an ihrem Baum hingen. Nein, sie schaut nach innen auf ihre Qualitäten und sammelt sich, um im Frühjahr wieder aufzubrechen und neue Früchte hervorzubringen. Sie trägt die Sehnsucht in sich, sich selbst immer wieder neu zu verwirklichen.

Wie ist es bei uns Menschen? Schauen wir immer noch auf die Qualitäten der anderen Menschen und wollen so sein wie sie? Hängen wir immer noch an der Vergangenheit mit den Gedanken, früher war alles besser? Schauen wir in die Zukunft mit angstvollen Gedanken, oh wie wird das wohl werden?

Wie wäre es denn, wenn wir es so wie der Kirschbaum machen würden? Innenschau halten, sich auf die eigenen Qualitäten besinnen und freudvoll auf das Neue schauen, um als Original aufzublühen und unsere ganz eigene Qualität als Frucht hervorzubringen.

 Kirschknospe

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