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25. Januar 2018
Monika Silber

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Wut – Kraft

Wie wäre es denn, wenn wir die Wut nicht mehr als negative Emotion benennen, sondern uns auf ihre Urform besinnen? In Wut steckt eine große Kraft. Wenn wir uns ausrichten und sagen: „Da ist eine enorme Kraft in mir, die genutzt werden will!“, dann können wir diese Kraft für Dinge einsetzen, die wir positiv verändern möchten. Die Bezeichnung als Wut oder Zorn machen uns oft ohnmächtig und wir schlagen um uns in zerstörerischer Form in Gedanken, Worten und Taten. Wir könnten diese Kraft auch anders nutzen.

Wenn Kraft hoch kocht, dann ist das ein Zeichen, dass wir etwas verändern möchten. Bevor wir unüberlegt denken, sprechen und handeln, könnten wir erst mal innehalten und atmen und uns fragen, wie hätte ich es denn gerne? Wenn wir dieses dann ganz klar haben, dann können wir in den kreativen Ausdruck und Umsetzung der Kraft gehen.

Klarheit bringt Ruhe und in der Ruhe liegt die Kraft.cimg1286

9. Januar 2018
Monika Silber

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Mensch, du bist der Tropfen

Ich stelle mir gerade vor, dass wir wie Regentropfen aus dem Himmel gefallen sind. Der eine Tropfen fiel in den Regenwald und der andere Tropfen fiel in der Wüste nieder. Was werden wohl diese Regentropfen denken?

Der Tropfen im Regenwald denkt vielleicht, oh, da mach ich mit. So viele Regentropfen erzeugen dieses wundervolle Grün oder er denkt, puh, da sind so viele, die so etwas Schönes erschaffen haben. Da braucht es mich nicht, ich verdunste mal lieber.

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Der andere Regentropfen in der Wüste denkt vielleicht, oh, da ist es so öde und so viel Platz, da kann ich wirken und einen wundervollen Baum entstehen lassen. Oder er denkt, puh, das hat ja doch keinen Zweck, da ist nur Sand, da kann ich nichts erschaffen und er verdunstet gleich an der Oberfläche.

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So Mensch, erinnere dich, welcher Tropfen wolltest du sein, als du vom Himmel kamst? Einer der nährt oder einer der sich lieber verdunstet.

24. Dezember 2017
Monika Silber

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Es werde Licht

Jetzt beginnt Weihnachten. Dieses Fest wird schon viele Jahre gefeiert. Wir laden unsere Liebsten ein zu einem wundervollen Essen; wir beschenken uns; wir verbringen Zeit mit unseren Freunden; wir sind einfach anders in dieser Zeit. Warum? Ist es unsere Sehnsucht nach Frieden, nach Ruhe, nach wertvoll verbrachter Zeit, nach Liebe?

Wie wäre es denn, wenn wir diese Geschenke an uns öfters in unser Leben bringen würden? Warum brauchen wir immer wieder diese Festtage, damit wir uns daran erinnern, was uns wichtig ist?

Ich möchte aus Weihnachten Weihtage entstehen lassen. Tage, an denen ich meine Zeit für die vielen Freuden im Leben geben möchte. Tage, an denen ich Freude auch dahin bringe, wo es noch dunkel ist. So wie bei Dornröschen. Da wurde die 13. Fee nicht zum Geburtsfest geladen und sie wäre auch so gerne dabei gewesen.

Mensch, mach es wie die Sonne. Sie wertet nicht. Sie scheint auf alles und lockt mit ihren Strahlen und ihrer Wärme alles aus der Erde hervor, was sich zeigen möchte.

Es werde Licht und es ward Licht

Danke, für euer Sein und habt eine fröhliche Zeit

Es grüßt euch aus dem Odenwald

Monika Josefine Silber

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1. Dezember 2017
Monika Silber

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Mensch, sei dein Original

Es ist immer wieder interessant für mich, meinen Kirschbaum zu betrachten.

Alle Blätter sind schon vom Baum geweht und jetzt können wir auch schon die Knospen sehen. Die Knospe hat alles in sich, um im Frühjahr zur Blüte zu werden und im Sommer zur Kirsche zu reifen. Wie wundervoll.

Im Winter bleibt die Knospe ganz geschlossen. Es ist so, als ob sie ganz in sich selbst versinkt. Sie schaut nicht nach dem Apfelbaum um so zu werden wie er. Auch schaut sie nicht auf das vergangene Jahr zurück als noch Kirschen an ihrem Baum hingen. Nein, sie schaut nach innen auf ihre Qualitäten und sammelt sich, um im Frühjahr wieder aufzubrechen und neue Früchte hervorzubringen. Sie trägt die Sehnsucht in sich, sich selbst immer wieder neu zu verwirklichen.

Wie ist es bei uns Menschen? Schauen wir immer noch auf die Qualitäten der anderen Menschen und wollen so sein wie sie? Hängen wir immer noch an der Vergangenheit mit den Gedanken, früher war alles besser? Schauen wir in die Zukunft mit angstvollen Gedanken, oh wie wird das wohl werden?

Wie wäre es denn, wenn wir es so wie der Kirschbaum machen würden? Innenschau halten, sich auf die eigenen Qualitäten besinnen und freudvoll auf das Neue schauen, um als Original aufzublühen und unsere ganz eigene Qualität als Frucht hervorzubringen.

 Kirschknospe

24. November 2017
Monika Silber

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Die Katze vor dem Vogelhäuschen

Ich ging auf meinen Balkon und sah eine Katze vor dem Vogelhäuschen. Mein erster Gedanke war, die hat es auf die Vögel abgesehen.  Jede Stunde ging ich wieder raus und die Katze saß immer noch vor dem Häuschen, da kam jedoch kein Vogel. Das ging 6 Stunden und sie rührte sich nicht vom Fleck. Dann ging ich zu ihr hin und sagte  „Das wird wohl heute nichts, geh jetzt nach Hause“ und sie ging. Dann schaute ich mal im Innern des Häuschen nach, ob da noch genug Futter für die Vögel ist. Ich hob den Deckel und sah, dass im Schaft ein lebendes Mäuschen saß. Jetzt verstand ich die Katze, und ich ließ das Mäuschen frei und fragte mich, was hat das mir zu sagen? Und ich verstand die Botschaft. 
1. Von der Katze hab ich gelernt, gib nicht so schnell auf
2. Von der Maus lernte ich, wenn es draußen gefährlich ist, bleib wo du bist
3. Von der ganzen Geschichte lernte ich – Es ist oft anders als es in uns denkt – 😉

Katze-Vogelhaus

23. November 2017
Monika Silber

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Laubfegen – Gedankenfegen

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Ich habe heute Laub gefegt und war gleichzeitig Beobachter. Ja, wenn der Wind weht, ist es schwieriger das Laub zusammenzufegen. Kaum habe ich die Blätter zusammengerecht, dann kommt der Wind und wirbelt die Blätter wieder weg. Oder die Blätter vom Nachbar fliegen gerade dahin, wo ich gerecht habe. Oder es fängt an zu regnen und die Blätter kleben am Boden fest.

So ist es auch mit unseren Gedanken. Just, wenn wir  Gedanken wahrnehmen, die nicht in der Freude sind, wollen wir sie zusammenrechen und entsorgen. Dann kommt der Wind mit neuen Gedanken, die zu unserem Haufen passen. Ja und dann fängt es an zu regnen (Wasser ist das Gefühl) und wir kleben gefühlsmäßig an unseren Gedanken fest und erschaffen dann ein Drama.

Um da wieder klar zu werden, dürfen wir unsere Gedanken bewusst werden und die Gefühle, die diese Gedanken auslösen, annehmen.

Dann dient es mir, raus aus dem Feld zu gehen und Tee zu trinken und eine neue Entscheidung zu wählen, die mich wieder in die Freude bringt.

Danke ihr Blätter und danke dir Rechen. Die Natur lesen, dient mir immer wieder, um zu Erkenntnissen zu kommen.

17. November 2017
Monika Silber

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Mensch, mach dich sichtbar

In der dunklen Jahreszeit tragen viele Menschen auch dunkle Kleidung. Macht das Sinn? Ich fuhr letztens in der Dunkelheit mit meinem Auto auf einen Zebrastreifen zu und sah gerade noch zwei dunkel gekleidete Menschen, die den Zebrastreifen überqueren wollten und hielt an. Ein entgegenkommendes Auto sah sie nicht und hätte die beiden fast überfahren.

Wie ist das in der Natur? Würde die Natur sich auch so kleiden in der Winterzeit, wie wir Menschen, dann würde der Schnee schwarz eingefärbt vom Himmel fallen. Nein sie macht es anders, der Schnee ist weiß und er erhellt die dunkle Jahreszeit. Dafür ist es im Sommer wieder anders. Wenn die Sonne scheint, dann erhalten wir auch wohltuenden Schatten. Genauso sind in der Nacht der Mond und die Sterne leuchtend und wir haben am Tag den Schatten. Also ist doch beides sinnvoll.

So ist es doch auch mit unseren Schatten- und Lichtanteilen. Wenn wir nur ordentlich sind, können wir keine Ordnung herstellen, denn dafür dürfen wir erst einmal eine Unordnung kreieren. So einfach ist es. Beides ist gut.                                       IMG_0092_1

12. November 2017
Monika Silber

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Wie fördern wir Erwachsene eine gute Beziehung zur nächsten Generation?

Als Mutter zweier Männer bekomme ich mit, was der Beziehung der Generationen dient und was ihr schadet.

Dienlich ist Respekt. Es ist der Respekt und die gleiche Augenhöhe als Erwachsene.

Dienlich ist Förderung und der Glaube an ihre Fähigkeiten. Es ist die Ermunterung unserer nächsten Generation, dass sie den Wegen, Träumen und Wünschen ihres Herzens folgen dürfen. Wir dienen  ihnen nicht, wenn wir ihnen unsere Erfahrungen aufdrücken, ohne dass sie uns danach fragen. Sie fragen uns dann selbst gerne, wenn sie unsere Erfahrungen als Impuls benötigen.

Dienlich ist, wenn wir als vorausgegangene Generation uns selbst glücklich machen und die nächste Generation nicht mit unseren Sorgen belasten. Denn nur wenn sie sehen, dass wir glücklich sind, sind sie frei für ihr eigenes Leben.

Dienlich ist, wenn wir mit offenen Herzen ihnen zuhören, wenn sie uns von ihrem Leben erzählen. Sie erleben dieses Leben anders als wir unsere Jugendzeit erlebt haben. Sie sind ganz anderen Themen ausgesetzt wie wir. Sie haben eine ganz andere Kindheit erlebt.

Was dient der Beziehung nicht?

Es dient ihr nicht, wenn wir ihnen unsere Meinungen überstülpen. Es dient nicht, wenn wir sie vor gewissen Erfahrungen bewahren wollen. Es dient ihnen nicht, wenn wir uns um sie sorgen.

Appell an uns alle:

Unsere Töchter und Söhne sind die Weiterentwicklungen von uns selbst. Sie tragen uns in ihren Genen, damit haben sie schon genug zu tun. Ich werde doch meine eigene Weiterentwicklung nicht hemmen sondern schaue mit Staunen und liebevollem Blick auf diese Generation, die so wie wir damals, unsere Welt lebenswerter machen möchten.

28. Oktober 2017
Monika Silber

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Mensch, liegen dir Steine im Weg?

Im Laufe des Lebens liegen einem Menschen viele Steine im Weg. Diese sind mal groß und mal klein. Viele sehen diese Steine als schwer überwindbare Hindernisse.

Mensch, über Steine klettern macht doch Spaß! Sehen wir sie doch als Trainingseinheit, dann überwinden wir auch irgendwann den größten aller Steine.

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Das Felsenmeer in Lautertal-Reichenbach. Ein Ort der Freude.

24. Oktober 2017
Monika Silber

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Die Sache mit dem Apfel aus dem Paradies

Wir kennen alle die Geschichte des Sündenfalls aus dem Paradies. Adam und Eva aßen von der Frucht des Baumes der Erkenntnis von gut und böse. Wie war es denn vorher im Paradies? Da gab es kein gut und böse, alles war gleichwertig. Auf einmal glaubten Adam und Eva an gut und böse und die Sache mit der Sünde begann. Adam schob die Schuld auf Eva, denn sie hatte ihm den Apfel gegeben und Eva schob die Schuld auf die Schlange, denn sie hatte sie verführt und beide schämten sich für ihr Vergehen.

Wie wäre die Geschichte wohl verlaufen, wenn Adam und Eva nicht angefangen hätten an gut und böse zu glauben? Sie hätten zu Gott gesagt: Ja, wir haben diesen Apfel gegessen, weil wir Appetit darauf hatten und er hat uns eine wichtige Erfahrung geschenkt.

Alles in unserem Leben sind Erfahrungen und jeder Mensch macht seine eigenen Erfahrungen. Sie sind einfach wichtig um zu erkennen, wer wir wirklich sind.

1 + 1 = eins

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Dieses Bild ist aufgenommen im Hochzeitsturm in Darmstadt

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